Am Sonntag, den 15.09., hab ich mich in den Kootenay National Park aufgemacht um dort zum Stanley Glacier zu wandern.
Wieder war ich eine der Ersten am Parkplatz und es war richtig frisch am Morgen bis mich endlich die Sonne erreichte.
Der offizielle Wanderweg war recht schnell zu Ende und ein Schild wies darauf hin, dass man jetzt den gewarteten Wanderweg verließe. Von dort konnte man den Gletscher nur aus der Ferne betrachten, was ich ziemlich enttäuschend fand.
Da man den weiteren Weg sehr schön erkennen konnte, bin ich natürlich weiter hoch.
Zunächst bis zu einem kleinen bewaldeten Plateau und dann, weil ich den Weg immer noch erkennen (eher erahnen) konnte, weiter bis zur Gletscherzunge.

Hier bin ich auf dem Plateau und suche den weiteren Verlauf des Weges...
Der Weg sollte über den Grad des Geröllhaufens, der mitten durchs Bild führt, verlaufen.
Sieht nicht so steil aus wie´s zum Teil war.
Oben angekommen war ich wieder total alleine und habe den wunderschönen Ausblick über das soeben hochgewanderte Tal genossen.
Ich war kaum oben angekommen, kam die Sonne auch über den Grad - wunderschön.
Und ich wurde von zwei großen Steinmänner empfangen...
In deren Gesellschaft hab ich mir dann mal meine Jause und das Panorama gegönnt!
Kurz vorm Abstieg noch ein Blick auf den über mir hängenden Gletscher mit Wasserfall.
Wieder auf dem Plateau angekommen, hab ich dann dieses erstmal genauer erkundet. Dort fand ich einen Mini-Canyon und mehrere kleine Wasserfälle, die das Gletscherwasser ins Tal ließen.
Auf der weiteren Wanderung ging ich den gegenüberliegenden Teil des Kessels entlang, an dem unzählige größere und kleinere Wasserfälle herabstürzen.
Ich hab mich auch ein bisschen mit dem Wasser gespielt...
Ein Großteil der Wanderer erreicht diese Wasserfälle gar nicht, da sie sich am nicht-gewarteten Wanderweg befinden - schade. Der weitaus schönste Teil der Wanderung liegt auf dem inoffiziellen Weg.
Der gewartete Weg führt in erster Linie durch diesen Wald.
Hier zurückblickend auf die Gletscher. Ich in bis zur am weitesten herabreichenden Gletscherzunge hochgewandert (in der Mitte des Bildes).
Ausserdem sah man die Überreste des Waldbrandes von 2003 noch sehr deutlich. Das ganze Tal war davon betroffen. Man sieht gut wie sich dir Natur auf beiden Seiten des Tals regeneriert.
Auch am Sonntag war es so richtig heiß - wieder um die 30 Grad. Ich konnte nicht verstehen, wie Leute, am frühen Nachmittag, teils ohne Rucksack = ohne Wasser, über den Südhang durch den nicht mehr vorhandenen Wald wandern.
Ich war so froh als ich am Auto ankam, meine Schuhe ausziehen und meine Füße ins eißkalte Wasser halten konnte. Ich hielt es nicht länger als 10 sec darin aus, so kalt war´s und unter anderem von dem Gletscher gespeist an dem ich kurz zuvor saß.













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