
Da es kein Frühstück inklusive in dem Casino-Hotel gab fuhren wir weiter ins nächste Städtchen - Ferndale. Wenn wir gewusst hätten, wie nett - so richtig alt viktorianisch - das ist, hätten wir uns für die Nacht dort was gesucht. So gab´s halt das Frühstück dort - super Apple-Berry-Crumble Pie und ein zufälliger Besuch in einer urigen Post.
Alte Post-Schließfächer

Wir hatten vor nicht über den Hwy 101 an diesem Tag, sondern einen Loop etwas abseits dafür in Meernähe zu fahren. Zu Beginn ging es bergauf und bergab über eine eher schlechte und schmale Straße - wir wussten ja noch nicht was an diesem Tag noch auf uns zu kommt. Wir fuhren auch teils entlang der sog. Lost Cost und waren am westlichsten Punkt der zusammenhängenden Vereinigten Staaten (wenn man das so sagen kann).

Auf dem Weg wollten wir uns in der Nähe von Petrolia noch einen Leuchtturm anschauen, den wir aber nicht gefunden haben. Gleich danach bogen wir auf eine schmalere, kleinere Straße ab, die steil durch den Wald ging. Bei nächsten Abzweigung haben wir wieder die keiner, steilere - diesmal bergab - Schotterstaße gewählt. Das zu fahren war zum Teil schon eine richtige Herausforderung, über enge Serpentinen, mussten kleine Bäche queren. Irgendwann tauchten wieder Straßenschilder auf, obwohl immer noch recht wilder Schotterpiste, aber kurz danach erreichten wir Zivilisation.
Wir kamen nach Shelter Cove - Jausenpause am Memorial Leuchtturm mir Blick auf Seehunde.
Wir kamen in die Nähe, wo uns die liebe Cathy wohnt, die uns in Klamath zu sich nach Hause eingeladen hat. Leider erreichten wir sie telefonisch nicht, hinterließen aber eine Nachricht auf dem AB. Auf gut Glück versuchten wir dann ihre Adresse zu finden, die sie ja auch hinterlassen hatte. Sie meinte aber sie wohnt nicht direkt im Ort sondern etwas außerhalb.
Überraschenderweise war die angegebene Straße und dann auch ihr Briefkasten mit Hausnummer relativ leicht zu finden.
Neben dem Briefkasten ging´s recht steil - wieder - eine Schotterpiste hoch, die dann plötzlich von einem Tor versperrt wurde. Es wurde auch mit Schildern darauf hingewiesen, dass das Betreten des Grundstückes strengstens verboten ist. So, was tun!? Wir entschieden uns das Auto abzustellen und trotzdem ein Stück zu Fuß weiter hoch zu laufen. Kaum hatten wir das Tor passiert, kam uns auch schon ein Auto von oben entgegen. Wir blieben stehen, er natürlich auch - es kam auch noch ein zweites Auto hinten nach und so schilderten wir unsere Situation. Sie könnten uns nicht weiter hoch lassen, solange sie keine Bestätigung von Cathy hätten usw. Wir hatten Gott sei Dank die Nummer von Cathy, die der eine Typ dann auch für uns anrief. Cathy war nun zu hause und war überglücklich, dass wir es zur ihr geschafft hatten und bestätigte dass wir zu ihr kommen.

Also hochgefahren, weitere 1,5 Meilen steile Schotterstraße und sie holte uns am Eingang ihres Grundstückes ab, dass auch sehr deutlich mit dem Schädel eines Büffels gekennzeichnet war.
Nun befanden wir uns also irgendwo im Nirgendwo. Strom über Solar oder Notstromaggregat, Wasser über die eigene Quelle ... aber wunderschönes kleines Häuschen am Hügel!
Angekommen wurde gleich mal ein Bierchen geöffnet und das Lagerfeuer entfacht.

Wir hatten sogar eine Wahlmöglichkeit für unsere Schlafplätze. Drinnen im Wohnzimmer oder draußen im einem USA-typischen Traileraufbau für einen Pickup. Ich entschied mich für die rustikalere Variante. Ich dachte, wenn ich schon in den USA rumkurve und alle mit so einem Ding rumfahren, muss ich das Erlebnis auch mal mit machen und dort drinnen schlafen.
Am nächsten Morgen war das Wetter war nachwievor traumhaft, es wurde richtig heiß - 27C. Cathy zeigte uns am Vormittag ein bisschen ihr Grundstück und warnte vor dem giftigen Poison Oak, dass bei Berührung mit der Haut verbrennungsähnliche Symptome ausweist. Hmmm, nichtsdestotrotz entschied ich mich noch ein bisschen alleine ihr Grundstück zu erkunden. Dabei berührte ich auch immer wieder Gestrüpp, von dem ich mir nicht so ganz sicher war, was es ist...
Nachdem ich also durchs Unterholz - zum Teil auch gekrochen - bin, und die Mittagshitze mich so schwitzen gebracht hatte, musste ich erst mal duschen gehen und auch sicher gehen, dass da nichts mit meiner Haut reagiert...
Nachmittags sind wir noch einkaufen gfahren ins 45 min entfernte, über einen Scenic Drive und in einem Round Valles gelegenen, Covelo (Indainaerreservat). Für die Gastfreundschaft hatte ich vor am Abend zu kochen. Was ich dann auch tat und recht gut ankam inkl. Bier, Wein, Würfelspiele und Lagerfeuer. Cathy´s russischer Freund Eugen kam auch vorbei.
Langer, lustiger, liquider Abend...
(Managua - Nicaragua)









































